Photographie Manfred Rößmann

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Flatterulme - Lausbäumchen in Dörnigheim

Die Flatterulme in Dörnigheim - genannt Lausbäumchen - hat eine wechselhafte Geschichte. Das Alter wird unterschiedlich geschätzt: 230 bis 300 Jahre, ja auch 400 Jahre. Das hieße der Baum wurde zwischen ca. 1600 und 1770 ausgesäht.

Für den merkwürdigen Namen gibt es zwei Erklärungsansätze: 1. Die Flatterulme stellt den einzigen Lebensraum für den Ulmenblattfloh (Psylla ulmi) dar. Der Volksmund könnte Laus und Floh verwechselt haben. 2. Unter dem Baum kampierten durchkommende Soldaten. Ihre Kopfläuse sollen zahlreich gewesen sein (siehe auch Peter Heckert, der vom Läusbaum spricht). Ein Bad im Main (5 m Entfernung) hätte wohl geholfen. Für diese 2. These spricht, dass es im nahen Kilianstädten einen weiteren Lausbaum gibt. Das ist allerdings wohl eine Eiche.

Im Jahre 2008 betrug der Stammumfang (in 1 m Höhe) 7,29 m. Das Lausbäumchen soll der bedeutendste Baum im Main-Kinzig-Kreis sein. Mitte der 1950-er Jahre wurde wohl die komplette Krone beseitigt, da befürchtet wurde, der hohle Stamm könne auseinander brechen. Die Flatterulme hat sich aber sehr gut erholt und eine komplett neue Krone ausgebildet. Laut Info-Tafel vor dem Baum wurde die Krone des Lausbäumchen 1997 erneut beschnitten. Das ist auf einigen Fotos deutlich zu sehen. Offensichtlich erfolgt nach 2011 ein weiterer Beschnitt. Leider wird die Krone durch den Beschnitt nicht schöner - zumindest ohne Laub.

Die Fotos stammen aus verschiedenen Jahren (März, Mai, Juni). Das Lausbäumchen ist einer meiner Lieblingsbäume.

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